Chanel S.A.S. (frz. [ʃaˈnɛl]) heißt der von Gabrielle Bonheur Chanel, genannt Coco Chanel, mit der Eröffnung einer Chanel-Boutique 1913 in Deauville[2] gegründete Modekonzern mit heutigem Sitz in Neuilly-sur-Seine. Mittlerweile gehört Chanel weltweit zu den größten und bedeutendsten Unternehmen in der Mode- und Kosmetikbranche. Neben der Haute Couture und Prêt-à-porter für Damen produziert und verkauft Chanel für Damen und zum Teil auch für Herren darüber hinaus Uhren, Schmuck, Brillen, Modeaccessoires, Parfüm und Kosmetik im Luxusgüter-Segment.

Nach Forbes ist Chanel ein privat geführtes Unternehmen, das den Franzosen Alain Wertheimer (* 1949) und Gérard Wertheimer (* 1950) gehört, den Enkeln von Pierre Wertheimer (1888–1965), einem einstigen Geschäftspartner von Coco Chanel.

Die Parfümsparte von Chanel wurde 1924 als Parfums Chanel in Neuilly-sur-Seine (wo sich bis heute der Firmensitz des Unternehmens Chanel befindet) offiziell etabliert, nachdem bereits 1922 von Coco Chanel zusammen mit dem Chemiker Ernest Beaux (1881-1961) aus Grasse das berühmte Parfüm Chanel Nº 5 sowie eine Reihe anderer, später eingestellter Parfüms (Nº 11, Nº 14, Nº 20, Nº 21, Nº 27, Nº 55) lanciert worden war. Die Flaschenform für den Duft N° 5 hatte Mademoiselle selbst entworfen. Der französische Geschäftsmann Pierre Wertheimer (* 8. Januar 1888; † 24. April 1965) und sein Bruder Paul (* 22. Juni 1883; † ), Eigentümer des international agierenden Kosmetik-Konzerns Bourjois aus Pantin, brachten die finanziellen Möglichkeiten, die Fabrikationsstätten für Parfüm, die kommerzielle Expertise und die nötigen Geschäftsverbindungen in das Unternehmen mit ein und hielten dadurch 70 % an der von der Mode-Sparte des Hauses Chanel getrennt tätigen Firma. Mademoiselle Chanel selbst besaß lediglich 10 % der Anteile, und der Gründer der Galeries Lafayette Théophile Bader – ein elsässischer Freund des Vaters der Wertheimers, welcher die Begegnung mit Coco Chanel 1923 in Deauville initiiert hatte – hielt 20 %. Mit Bader war Chanel über ihren Modesalon und das Parfüm Nº 5 bereits geschäftlich verbunden und befreundet gewesen. 1926 wurde die erste Chanel-Boutique in London eröffnet. Coco Chanel versuchte nach für sowohl die Mode- als auch die Parfüm-Sparte geschäftlich sehr erfolgreichen Jahren in den 1930ern vergebens durch Klagen, ihre Besitzanteile an Parfums Chanel zu erhöhen.

Das berühmteste Parfüm von Chanel: N° 5

Parfüm und Kosmetik von Chanel gibt es sowohl für Damen als auch Herren. Das bekannteste Parfüm aus dem Hause Chanel heißt Chanel N° 5 und wurde 1921 in Frankreich als Damenduft auf den Markt gebracht. Das Unternehmen entwickelte im Laufe der Jahre eine ganze Reihe bis heute erhältlicher hochpreisiger Damen- und Herrendüfte, z. B. Pour Monsieur (1955), Nº 19 (1971), Cristalle (1974), Antaeus (1981), Coco (1984), Egoïste (1990), Platinum Egoïste (1993), Allure / Allure Homme (1999; und Variationen in den Folgejahren), Coco Mademoiselle (2001), Chance (2002; und spätere Variationen), Bleu de Chanel (2010) und viele weitere. Daneben gibt es die Exclusifs de Chanel, eine Reihe von 12 in den Chanel-Boutiquen erhältliche Eaux de Toilette in identischen 200ml-Flacons, zu denen neben Nº 22 (1922) und Sycomore (2008) auch Gardénia (1925), Cuir de Russie (1927), Coromandel (2007), Nº 18 (2007), Beige (2008) und weitere zählen. Im Laufe der Jahre wurden allerdings auch einige – besonders die zahlreichen während der 1930er und 1940er Jahre lancierten Düfte (Ivoire, Glamour, Cynique etc.) – wieder eingestellt.

Chanel bedient sich bei der Entwicklung der Parfüms neuester Erkenntnisse der organischen Chemie und der Duftwissenschaft. Der Erschaffer des Duftes Chanel N° 5, Ernest Beaux, blieb bis 1954 für Chanel tätig, sein Nachfolger wurde bis 1978 Henri Robert (1899-1987). Langjähriger Parfümeur und damit ‚Nase‘ des Hauses Chanel ist seither der Franzose Jacques Polge (*1943). Neben den Düften existieren hochpreisige pflegende und dekorative Kosmetik-Serien aus dem Hause Chanel, welche sowohl über die eigenen Boutiquen als auch über den Parfümerie-Fachhandel vertrieben werden.

Für Chanel-Parfüms wurden immer wieder prominente weibliche Persönlichkeiten als Werbeträger eingesetzt. Coco Chanel posierte in den 1930er Jahren selbst für Werbekampagnen für Chanel N° 5. In späteren Jahren verkörperten unter anderem die Schauspielerinnen Catherine Deneuve (ab 1968), Ali MacGraw (ab 1968), Carole Bouquet (ab 1986), Vanessa Paradis (ab 1991), Estella Warren (ab 1998), Nicole Kidman (ab 2004) und Audrey Tautou (ab 2008) das ‚Gesicht‘ von Chanel N° 5. 1990 drehte der Werbefilmregisseur Jean-Paul Gaultier für den Herren-Duft Egoïste einen markanten Werbespot. Ende 2012 warb Chanel mit Brad Pitt erstmals mit einem Mann für Chanel N° 5 in Fernseh- und Printkampagnen.

N°19

Kühnheit trägt eine Nummer

Ein ungewöhnlich gewagter Duft, der durch seine mitreißende Energie überrascht.

Diese blumig-holzig-grüne Komposition aus weißen Blütennoten und grünen Pflanzenakzenten überzeugt durch eine unverwechselbare Verbindung von Temperament und Eleganz.

Ein ungewöhnlich gewagter Duft, der durch seine mitreißende Energie überrascht. Diese blumig-holzig-grüne Komposition aus.

ALLURE

Ein blumig-frischer, orientalischer Duft, dessen einzigartige Komposition sich bei jeder Frau anders entwickelt. Sechs Facetten prägen diese außergewöhnliche Duftharmonie, die sich gleichzeitig entfalten und einander ergänzen.

 

COCO MADEMOISELLE

 Ein großartiges Extrait von höchster Vollendung. Die Extrait-Variante des Duftes ist besonders sinnlich und großzügig, überrascht aber auch durch ihre ausgesprochen unbeschwerte Frische. Kennzeichen aller Extraits von CHANEL sind Jasmin- und Mairosen-Absolue. Mit ihrem vollen Duft betören diese beiden exklusiven Rohstoffe unseren Geruchssinn. Ihre zarten Blütennoten entfalten einen selbstbewussten Charakter, der durch einen Hauch florentinischer Iris noch verstärkt wird. Das Parfum – im legendären CHANEL Facetten-Flakon – besticht durch seine intensive Farbe, die an Bernstein und Pfirsich erinnert. Der Flakonhals ist mit einem feinen Goldschlägerhäutchen verschlossen, das von mehreren Reihen feiner, weißer Baumwollkordeln gehalten wird. Darauf wird ein Siegel aus schwarzem Wachs geprägt.

Der frische und zugleich sinnliche Duft dieser entschieden modernen Komposition ist so verführerisch wie elegant. Er entfaltet einen orientalisch-frischen, blumigen Duftakkord aus Rose und Jasmin, so luftig leicht wie ein Blütenblatt

 

COCO NOIR

Coco N

 

Aus Schwarz entsteht Licht

COCO NOIR verkörpert das absolute Schwarz, das die Weiblichkeit erstrahlen lässt. Dieser moderne orientalische Duft mit intensiv leuchtenden Noten ist die zeitgenössische Interpretation einer magnetischen Sinnlichkeit. Das Parfum, die verführerischste Version dieses leuchtenden Orientalen, präsentiert sich im berühmten Flakon, der den Parfums von CHANEL vorbehalten ist und von Hand versiegelt wurde.

Für CHANEL erfüllt Schwarz seit jeher die grundlegende Rolle, die Ausstrahlung der Frau zu intensivieren. COCO NOIR feiert dieses Paradox, indem es aus Tiefschwarz eine Leuchtkraft von unübertroffener Weiblichkeit entstehen lässt.

Die sinnliche und anschmiegsame Variation eines leuchtenden Orientalen.

Der kostbare Akkord von ägyptischem Jasmin und Mairose, der die Parfums von CHANEL auszeichnet, verleiht der Komposition Struktur und Verführungskraft. Magnetische Noten von Patschuli und Tonkabohne mit einem Hauch von Bourbon-Vanille und Sandelholz aus Neukaledonien runden die Basisnote

 

COCO

Intensiv. Barock. Coco.

 Ein orientalisch-blumiger Duft voller Sinnlichkeit, wie eine Reise in das üppige Reich von 1001 Nacht.

 

CRISTALLE

Charakter und Transparenz

 

Ein blumig-frischer Duft mit besonders strahlender Ausdruckskraft. Diese subtile Duftkomposition gleicht einer lebhaften Symphonie aus Zitrusakkorden, Geißblatt und Hyazinthe. Das Eau de Parfum von CRISTALLE ist eine olfaktorische Neuinterpretation, die jedoch dem Charakter der ursprünglichen Komposition treu bleibt.